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Warum man sich seiner Charakterstärken bewusst sein sollte – Erfolg durch eigene Stärken!

Im beruflichen Kontext werden oft bestimmte Eigenschaften wie Durchsetzungsvermögen, Autorität und Fleiß als Stärken angesehen. Aber wie wäre es, wenn wir unsere Charakterstärken aus einer ganz anderen Perspektive betrachten würden? Eine, die nicht nur auf erlerntem Verhalten beruht, sondern auf den inneren Eigenschaften, die uns als Menschen ausmachen?
Frau tanzt

Stärken bringen Leichtigkeit!

Im Jahr 2004 wurde mit der Einführung der Values in Action (VIA) Klassifikation von Peterson und Seligman ein Meilenstein in der Definition guter und erstrebenswerter Charaktereigenschaften gesetzt. Diese Klassifikation beschreibt 24 Charakterstärken, die einen wesentlichen Teil unserer Identität ausmachen. Peterson und Seligman erkannten, dass die meisten von uns zwischen drei und sieben so genannte Signaturstärken besitzen. Diese Stärken sind nicht nur integraler Bestandteil unserer Identität, sondern zeigen sich auch häufig und spontan in unserem Denken, Fühlen und Handeln. Ihr bewusster Einsatz führt zu Freude, Engagement und Sinnhaftigkeit.

Im beruflichen Umfeld bevorzugen Menschen oft Positionen, in denen sie ihre Signaturstärken einsetzen können. Diese Präferenz wurde durch eine Studie von Harzer und Ruch (2016) bestätigt, die zeigte, dass die Übereinstimmung von Signaturstärken und Arbeitsinhalten zu einem stärkeren Gefühl der Berufung führt. Darüber hinaus ist der Einsatz von Stärken am Arbeitsplatz mit einem höheren Maß an Selbstwirksamkeit, proaktivem Verhalten und geringeren Fehlzeiten verbunden.

Warum also fehlt oft der Fokus auf unsere Charakterstärken? Die Gründe dafür sind vielfältig: Unsere genetische Veranlagung fördert weiterhin eine Fokussierung auf Probleme und Gefahren. Oft erscheinen Probleme dringlicher, was unsere Wahrnehmung negativ beeinflusst. Hinzu kommt die irrtümliche Annahme, dass persönliches Wachstum durch die Beseitigung von Schwächen erfolgt, sowie geltende soziale Normen und das Fehlen einer positiven Feedbackkultur.

Der erste Schritt zu einer bewussteren Wahrnehmung unserer Stärken ist die Auseinandersetzung mit ihnen. Dies kann spielerisch geschehen, indem man eine „Stärkenbrille“ aufsetzt und Stärken bei sich und anderen erkennt, benennt und würdigt.

Die bewusste Anwendung unserer Stärken hat viele Vorteile, sowohl im persönlichen als auch im beruflichen Kontext. Sie ermöglicht uns, Freude und Sinnhaftigkeit zu erleben, persönlich zu wachsen und Bestleistungen zu erbringen. Im Teamkontext ermöglicht es Führungskräften, gezielt Einfluss auf die individuellen Arbeitsinhalte zu nehmen und sich gegenseitig zu ergänzen.

Es ist an der Zeit, sich auf unsere Stärken zu besinnen, sowohl individuell als auch in der Organisation. Die Zufriedenheit der Mitarbeitenden ist ein entscheidender Erfolgsfaktor, und die Kenntnis und der Einsatz unserer Stärken sind wesentliche Elemente, um dieses Ziel zu erreichen. Erfolg durch eigene Stärken: jetzt, kostenlos und hier!

Quellen

  • Niemic, R. (2019). Positive psychology at work: How positive leadership and appreciative inquiry create inspiring organizations. Wiley.
  • Park, N., & Peterson, C. (2007). Character strengths and happiness among young children: Content analysis of parental descriptions. Journal of Happiness Studies, 8(2), 143-155.
  • Harzer, C., & Ruch, W. (2016). The role of character strengths for task performance, job dedication, interpersonal facilitation, and organizational support. Human Performance, 29(3), 183-205.
  • Van Woerkom, M., Oerlemans, W. G., & Bakker, A. B. (2016). Strengths use and work engagement: A weekly diary study. European Journal of Work and Organizational Psychology, 25(3), 384-397.
  • Biswas-Diener, R. (2010). Practicing positive psychology coaching: Assessment, activities, and strategies for success. John Wiley & Sons.
  • Wingerden, J. V., & Stoep, J. V. D. (2018). Can we really make a difference? A comparison of person and job characteristics in strengths use and deficit correction among three age groups. The International Journal of Aging and Human Development, 87(3), 260-282.

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